Giftmüll für Schönberg und kein Ende


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Abgeschickt von uwe lemcke am 16 November, 2005 um 21:26:53:

Mehr als 8000 Tonnen, zum Teil hochgiftige mit Arsen und Dioxin belastete Stoffe aus einer stillgelegten Kampfmittelfabrik im Landkreis Uecker-Randow, Altlasten aus dem 2. Weltkrieg gelangen in diesen Tagen auf Europas größte Giftmülldeponie am Rande der Stadt Schönberg .
Die Schadstoffkonzentrationen dieser als Abfall deklarierten Stoffe ist so hoch , dass diese mit anderen Chemikalien und Sand vermischt und gestreckt werden müssen . Die Grenzwerte werden , -für die Deponie Ihlenberg völlig normal- wieder um ein Vielfaches überschritten .
Arsen und Dioxin sind für den menschlichen Organismus gefährlich und führen zu schweren Erkrankungen, was die Handhabung auch so kompliziert macht. Weniger kompliziert dagegen ist das Preisfindungsprinzip für die Annahme dieser Giftstoffe auf der Ihlenberg-Deponie. Es gilt immer noch die Formel wie vor 25 Jahren , je giftiger die Substanz, desto höher der Gewinn. Im vorliegenden Fall handelt es sich um Subventionsmittel, ursprünglich vorgesehen für den „Aufbau Ost“, die jetzt zu Gunsten der Ihlenberger Abfallgesellschaft (IAG ) umgeleitetwerden.
Die nachsorgefreie Mülldeponie, so das Ziel der Europäischen Union, seit langem bereits in der deutschen Gesetzgebung ratifiziert und umgesetzt . . . . . Heute Müll erzeugen, diesen im Erdboden vergraben , dabei entstehende Probleme auf Anwohner oder nachfolgende Generationen abwälzen, dieser Kreislauf soll endlich unterbrochen werden. Wie aber sieht die Wirklichkeit auf der privatrechtlich betriebenen Giftmülldeponie in Schönberg aus Wer hier Ausschau auf Umsetzung moderner Abfallpolitik hält , der stößt ins Leere und wird enttäuscht .
Von der Landesregierung erteilte Sonderregelungen, Ausnahmegenehmigungen und Übergangslösungen ohne finalem Effekt machen es möglich. Jüngstes Beispiel ist das Notfallzwischenlager. Das nächste Beispiel wird die "Beseitigung " dieser in Folge eines Rechtumgehungsverfahren geschaffenen Zwischenlösung sein . . . Der Ablauf seit 1989 ist stets der Gleiche. Zunächst wird eine Notsituation provoziert, um dann anschließend in den Genuß einer Sondergenehmigung zu gelangen, wobei das Wechselspiel zwischen Aufsichtsbehörde, Deponiebetreiber und „Geschäftskunden“ nachweislich reibungslos funktioniert. Wieviel "Schmierung" für so eine Funktionsweise notwendig ist , dass entzieht sich leider meinerKenntnis . Jedoch kann ich jetzt schon weissagen , am 1.Juni 2006 werden wir eine weitere Notsituation auf dem Ihlenberg beobachten können.. . . die örtlichen Politiker werden dann wieder "völlig überrascht" sein und die Geschäftemacher in der Ferne ihre "Mäuse" zählen .

Am 1. Juni 2005,so wurde den Bürgerinnen und Bürgern in Schönberg in der Vergangenheit mitgeteilt, sollte der Ihlenberg im Zuge der für Europa neuen Abfallregelungen stillgelegt und mit der längst fälligen Nachsorge und Endsicherungen begonnen werden . Leider gelingt es findigen Geschäftemachern gemeinsam mit machthungrigen Politikern im Land immer wieder, die Zeit in Schönberg, genauer gesagt am Ihlenberg stillstehen zu lassen .
Die Verantwortlichen in Schwerin- wohl mehr mit sich und der eigenen Karriere beschäftigt- sollten sich schämen, unser Land Mecklenburg-Vorpommern so zum „ Mülleimer der Nation „ zu degradieren. . . . . . .seien sie nicht auch noch feige ! Kommen Sie doch mal nach Schönberg und schauen sich die Schweinereien auf dem Ihlenberg an ! ! ! .


Uwe Lemcke




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