Abgeschickt von Uwe Lemcke am 17 Februar, 2008 um 18:55:31:
Wohl dem, der in Mecklenburg lebt . Sollte die Welt einmal untergehen , dann geschieht dieses in Mecklenburg erst 10 Jahre später.
Jedoch nicht jeder hat den Nerv darauf zu warten , bis es soweit ist. Wer Geist hat , gesund und beweglich ist, der verläßt dieses Land so schnell er kann . Knapp 70.000 Pendler überqueren täglich die Landesgrenze in Richtung Schleswig-Holstein , Hamburg oder Niedersachsen . Fast genauso viele , vor allen junge Leute kehren dem Land Jahr für Jahr gänzlich den Rücken.Das der eigenen Kraft entsprungene Wertschöpfungsniveau des Landes gleicht beinahe dem in der dritten Welt . Nur Weißrußland oder auch Rumänien, da sieht es noch schlimmer aus. Dass sich das nicht nur im Alltag auf die hohen Arbeitslosenzahlen auswirkt , sondern auch im administrativen Oberbau, das erkennt selbst jener, der sich nicht tagtäglich mit den Zusammenhängen in seiner Heimat oder seiner näheren Umgebung zu befassen weis.
Jeder bangt um seine Existenz , niemand wagt es, sich richtig aufzubäumen. Es mangelt an Selbstbewußtsein und Souveränität . Die Selbständigkeitsquote hinkt sogar der in den Osteuropäischen Ländern hinterher. Lediglich der scheinbar unversiegbare Strom von Finanzmittel , Geldtransfers im Bereich Sozialleistungen und Arbeitsmarktbereinigung - Fördermitteln vielerlei Art sind dazu geeignet , dieses Desaster wenigstens nach Außen hin zu deckeln .
So sehen im wesentlichen die Voraussetzungen aus , die die sogenannten Investoren und andere Finanz- Glücksritter in Mecklenburg-Vorpommern vorfinden, wenn sie zunächst einmal bei der Landesregierung in Schwerin vorsprechen .Je größer die Geldbeträge sind, über die in diesen hochgestellten Kreisen fabuliert wird , um so schneller beißt der Fisch an . . . . . Mit anderen Worten Dollarzeichen in Augen trüben den Verstand , nicht nur bei der Kaufmannsschaft. Politiker , mangelhaft ausgestattet mit Kreativität und dennoch ausgeprägten Sinn für Selbstgefällig- und Eitelkeiten sind ebenfalls sehr anfällig für dieses Leiden .
Wenn auch oftmals nur als Blendwerk geeignet , das Größte ist dann gerade gut genug. Europas größtes Sägewerk , Europas größte Backwarenfabrik , Europas größtes DVD Werk , (ganz neu im entstehen) Europas größtes Steinkohlekraftwerk , (aber auch altes, bekanntes ) Europas größte Mülldeponie liegen in Mecklenburg-Vorpommern . Kaufleute und Finanzjongleure aus aller Welt ( bevorzugt mit Globalplayermentalität) haben in Mecklenburg-Vorpommern ein leichtes Spiel . Was ihnen bei sich zu Hause verwehrt bleibt , hier in Mecklenburg können sie sich austoben, verunstalten, verwüsten und nicht zuletzt auch ausplündern.
Der schwächelnde administrative Überbau macht es möglich . Verkürzte , meist mit Falschwahrheiten bestückte Genehmigungsverfahren, unzureichende Bedarfs - oder Zukunftsanalysen, mangelnde Kreislauforientierung , rückwärtsgewandte Umwelt-und Energiepolitk , allzuoft ohne jeglichen lokalen Bezug , . . . . Alles in allem, möglichst viel umwälzen , damit keiner merkt , das eigentlich viel zu wenig passiert.
Nein es geht mir nicht darum die Ostdeutsche Industrie-Wirtschaft schlecht zu reden. - vielmehr geht es darum aufzuzeigen , mit welcher Naivität , Oberflächlichkeit ,teilweise mit einem Hang zur Verschwendung , aber auch mit welcher Gleichgültigkeit in manchen , der Staatwirtschaft nahen , also in den von Förderinstrumenten abhängigen Wirtschaftsbereichen operiert wird. Hier scheint es , als gäbe es eine festes Bindung , ein festes Verhältnis zwischen Verwaltungsoberbau und den sogenannten Neuindustriellen - eben ein Abhängigkeitsverhältnis .
Europas größte Sondermülldeponie gehört wohl zu den makantesten Beispielen . Hier wird von der kommunalen Verwaltung und der Landesregierung gefördert ohne Ende . Rechtsfreie Räume , Genehmigungen von der Rolle, Subventiert durch aufgezwungenen Verzicht und Einbußen in den benachbarten Gemeinden - subventioniert durch Raubbau am Gemeinwohl . Der Wirtschaftlichkeitsfaktor dieser staatlichen "Unternehmung" bezogen auf den Verschleiß an Resourcen ist eine einzige Katastrophe und zeigt mit welcher Naivität und Gleichgültigkeit die Landesregierung dieses Unternehmen betreibt. Es wird nur für den Moment gedacht und gehandelt.
Die einzigen , die wirklich Gewinn machen mit diesem gigantischen und immer noch weiter anwachsenen Müllberg sind Kaufleute und Müllhändler aus den benachbarten Bundesländern und dem europäischen Ausland .
Eine kleine Ausstellung auf dieser Homepage ( Menuepunkt : Die Deponie ./.kleines Archiv gibt Einblicke, wie Politik in der Wirklichkeit funktioniert .
Heuchelei , Fälschungen, Amtsmißbrauch , Korruption, Begünstigung, Lug und Betrug rund um Deponie Schönberg . . . . zwischen Kiel , Schwerin und Berlin . . .
Schauen Sie mal rein . . . es lohnt sich !