Re: deponie


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Abgeschickt von Stoppt-Deponie-Schönberg! e.V. am 17 April, 2007 um 10:51:26:

Antwort auf: Re: deponie von Klaus karl am 02 April, 2007 um 10:46:36:

Hallo,
ja Sie haben ja in vielen Dingen recht.
Wir alle tragen durch Konsum zu den Abfallbergen bei. Allerdings müssen hier sicher auch Einschränkungen gemacht werden. Wir sind sehr wohl der Auffassung, dass der Müll im Prinzip vor die Tür gehört: Der Müllerzeuger(privat und gewerblich) muss die Folgen seines Handelns erkennen können. Dies können die Müllerzeuger aus aller Welt am Beispiel der Deponie Schönberg/Ihlenberg eben nicht. Es ist ein Unding, dass die reichen Westländer(von Bayern über Italien nach Irland) ihre schlimmsten Abfälle in das strukturschwache Mecklenburg-Vorpommern verkippen. Die Preise auf der Deponie müssen so günstig sein, dass sich der Transport über Schiff und LKW über weiteste Strecken lohnt. Alle Bundesländer könnten Ihren eigenen Müll fachgerecht entsorgen. Die Industrieunternehmen nutzten die günstige Entsorgung nur, um das Zeug loszusein. Folgen für die dort wohnenden Menschen interessieren keinen.
Der Müll wird solange den Weg des billigsten Geldes gehen, solange mit Müll so ein wahnsinniges Geld gemacht wird, also frei handelbares Wirtschaftsgut ist. Und auf welche Kosten:
Der Ihlenberg ist auf ewige Zeit versaut, das Grundwasser kontaminiert, bei den Beschäftigten und in der Bevölkerung werden Krebsfälle untersucht. All das ist lange bekannt: Krankeitsfälle treten überall auf der Welt in der Nähe von Deponien und Müllbehandlungsanlagen auf. Warum passiert nichts?
Vielleicht sollte man sich in diesem Zusammenhang mal mit dem Wort Umweltgerechtigkeit befassen. Die schmutzigsten Anlagen werden immer in ländlichen Gebieten mit möglichst niedriger Sozialstruktur eingerichtet. Die Menschen, die oftmals ohnehin benachteiligt sind, müssen zusätzlich die Last(den Müll und seine Folgen)der Privilegierten tragen. Die geringe Bevölkerungszahl sorgt dann regelmäßig dazu, dass beim Auftreten von Krankheiten die Fallzahlen gering sind. Durch die soziale Struktur ist in diesem Gebieten erfahrungsgemäß auch mit wenig Widerstand zurechnen.Dies ist alles so gewollt. Wir erleben den Kapitalismus pur vor der Tür. Können Sie sich eine Sondermülldeponie in Hamburgs Edelviertel Blankenese vorstellen?





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